Die Sinne verlieren oder aber auch kein Ende finden.

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Themenersteller
16. August 2017
Die Sinne verlieren oder aber auch kein Ende finden.

Nun habe ich auch mal ein Thema was mich beschäftigt und ich würde gerne Eure Meinungen und Erfahrungen dazu lesen.

Immer wieder lese ich, das der devote Part in einer Session an seine Grenzen geführt werden möchte und dann während dieser an diese stößt aber es ihm nicht gelingt, das Stopwort oder What ever auszusprechen.

Im Nachhinein fühlt man sich dann schlecht und oft wird über den dominanten apart geschimpft - weil dieser ja dazu verpflichtet ist verantwortungsbewusst zu handeln und dies dann anscheinend versäumt.

Aber - wenn ich das doch ausdrücklich Wünsche, verstehe ich nicht warum ER dann die Reissleine ziehen soll 🤔 Und wenn ich meine Sinne dabei verliere - warum darf der dominante Part das nicht auch ? Das erschließt sich mir noch nicht ganz.
Schließen sich Subspace und Domspace aus ? Und gebe ich als dev. Part - Körper, Geist und Seele ab ?

Habt Dank für eure Teilnahme *g*
Danke15x
 
16. August 2017

Als Dom sollte ich auf jeden Fall die Kontrolle über das Geschehen haben !
 
16. August 2017
Grenzerfahrung und -überschreitung

Läßt sich ein D/S-Paar auf Grenzerfahrungen und Grenzüberschreitungen, also auf ein Edgeplay, ein, so liegt die Verankwortung bei beiden. Solche Spiele beinhalten das Risiko des Mißlingens in vielerlei Hinsicht. Das müssen beide Partner sehen und in vollem Bewußtsein akzeptieren. Beide, der unterworfene Part genauso wie der Unterwerfende, auch wenn dem Aktiven natürlich eine besondere Stellung zukommt.
Insofern ist man bei solchen Spielen klar im Reich des RACK. RACK-Spiele beinhalten naturgemäß ein höheres Risiko als SSC-Konstellationen, wenn sie gelingen, geben sie aber auch wesentlich tiefere Befriedigung.
Danke10x
 
16. August 2017

BDSM-Spiele finden immer im Rahmen gemeinsamer Absprachen statt. Insbesondere wird zuvor über die Tabus und Grenzen aller Beteiligten gesprochen, damit von Anfang an klar ist, was nicht passieren soll. Im BDSM wird niemand tatsächlich zu etwas gezwungen, das er nicht möchte - auch ein Rollenspiel mit Betteln und Flehen ist letztlich nur eine abgesprochene Szene in beiderseitigem Einverständnis. Diese Einvernehmlichkeit ist unter "SSC" zusammengefasst. Diese Abkürzung steht für „Safe, Sane & Consensual“ also „sicher, mit gesundem Menschenverstand und einvernehmlich“.

Um jederzeit sicherzustellen, dass das Spiel einvernehmlich bleibt und niemandem Dinge passieren, die er oder sie nicht möchte, wird oftmals ein sogenanntes Safeword vereinbart, mit dem das Spiel (die „Session“) jederzeit unmissverständlich abgebrochen werden kann. Das Safeword ist dabei ein spezielles Wort (z.B. „Mayday“), das in einem normalen Spiel nicht vorkommt, und das daher eindeutig und unmissverständlich für Abbruch steht.

Siehe: Links nur für Mitglieder

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GLG Annika
 
16. August 2017

Nun, bei Spielen an oder über die Grenzen, sollte Dom schon komplett die Kontrolle haben. Und völlig auf Sub und ihre Reaktionen, bzw das Fehlen derselben fokussiert sein. Eben weil er als aktiver Part die Verantwortung trägt.
Aber auch der aktive Part ist nur ein Mensch... und damit eben nicht perfekt oder vor Fehlern gefeit.
Und nein, man sollte ihn deswegen nicht verteufeln... nur er sollte dann entsprechend Sub auffangen. Und wie gerade woanders passiert, Sub sich nichts anmerken lässt, kann Dom auch nichts tun um ihr zu helfen.
Dom ist schon immer auf Rückmeldung, in welcher Form auch immer, von Sub angewiesen. Und wenn Sub die Rückmeldung nicht gibt, solle er vielleicht besonders achtsam sein.... aber das kann man auch so nicht pauschalisieren. Zumindest kann ich jeder Sub nur raten, sich bei Dom zu melden, auch wenn sie den Absturz erst später bemerkt. Denn dann kann er helfend eingreifen.
Grenzspiele sind eben immer ein zweischneidiges Schwert ....
Danke11x
 
16. August 2017

Ich habe es noch nicht erlebt.
Dank anderer Erfahrungen weiß ich wie schwierig es manchmal sein kann, Stop oder was auch immer zu sagen. Egal aus welchen Gründen.

Das kann sicher Jedem passieren. Sub oder Dom.
Da ist Keiner vor geschützt.

Wichtig ist darüber zu reden. Zu reflektieren. Zu beobachten. Auf sich und den Partner achten...

Schuldzuweisungen, wer was hätte riechen können, sind absolut nicht hilfreich.
 
16. August 2017
@ pinktoys

Verzeih, wenn ich da widerspreche....Immer finden immer so statt, das...

Es gibt auch andere Vereinbarungen, die ebenfalls Anwendung finden.
 
16. August 2017
zum Glück

rutschen Doms/Femdoms wohl eher in die Adrenalinüberdosis:
Komplett fokussiert...
Und seltener in die Endorphinüberdosis...High bis Trance...
Das hängt einfach mit der Aktivität des Toppens zusammen.
 
16. August 2017

Nun, bei einigen Praktiken wie z.B. Atemkontrolle sollte der aktive Part besser in gar keinen "space" rutschen und auch keinen Adrenalin oder sonstigen Hormonschub haben *zwinker*
Könnte etwas fatale Folgen sonst haben....
 
16. August 2017

Das wäre sinnvoll *zwinker*
 
16. August 2017
als Masochistin

rutsche ich nach gewisser Schmerzdosis begeistert in den subspace.
Klar nutze ich die Ampel als safewords.
Würde ich sie benutzen in der Situation? Nee.
Es geht mir ja gut.
Ich bin meinem Dom dankbar,dass er mit mir als Anfängerin rel.früh abbricht...
und sich um mich kümmert ob ich einen Absturz bekomme.
Ich bin schon abgestürzt...jedesmal war es vorher besonders cool.
Ein Absturz muss nicht so schlimm sein,wenn man aufgefangen wird.
 
16. August 2017

Richtig.
Ein Absturz kann immer passieren.

Wichtig ist aufzufangen und aufgefangen zu werden.
*blume*
 
16. August 2017

AndreasSiekmann:
Als Dom sollte ich auf jeden Fall die Kontrolle über das Geschehen haben !
Ja - SOLLTE ich...und ich glaube es trotzdem keinem wenn er sagt das er IMMER die Kontrolle hat und hatte und haben wird...
Mein Ziel ist bei sowas:
Wenn die ERSTE Grenze erreicht ist - gibt es einen Abbruch...und wenn diese erste Grenze meine ist...dann ist das eben so...
Klar - Sub will vielleicht an ihre Grenze gebracht werden - aber das ist mir dann herzlich egal wenn meine Grenze erreicht ist bevor die ihre in Sicht ist...ABER - ich hab diesen Punkt auch schon übersehen...und dann kam es dazu, dass ich halt ein Stück zu weit ging weil ich einen Augenblick zu spät erkannte das wir ihre Grenzlinie überschritten hatten...
Und ja - mir ist es auch schon passiert im Vollbesitz meiner Kontrolle...denn man sieht nun mal nicht zwangsläufig immer sofort wann eine Grenze erreicht ist....
Das ist alles nicht so schlimm im großen und ganzen...
"Aufgebauscht" wird das, meiner Erfahrung nach, eher durch unbeteiligte dritte...
Man erzählt das im Bekanntenkreis:
"Wir haben gespielt und dann...war ich über der Grenze aber er hat noch eine halbe Minute weiter gemacht..."
und daraus werden dann Feststellungen über die Qualitäten dieses Partners abgeleitet...meistens zu unrecht...
Was ich anderen Menschen nicht glaube ist wenn sie sagen:
"Ich hab mich noch nie verlaufen." (Wenn das stimmt hat man noch nie mit Karte und Kompass orientieren müssen...)
"Ich hab noch nie die Kontrolle über mich verloren." (Zen-Meister "studieren" viele Jahrzehnte um das zu erreichen...)
"Ich hab noch nie einen Fehler bei einer Sub gemacht." (Als ob "Fehler-machen" etwas schlimmes wäre...)

Andererseits...finde ich es aber auch vollkommen ok wenn meine Partnerin mir dann die Schuld gibt wenn ich - aus welchem Grund auch immer - zu weit gehe...denn sie braucht dann definitiv ein Ventil...wenn dann der Dampf weg ist - dann kann man sich hinsetzen und darüber reden und herausfinden wo die Sache begann in die Hose zu gehen...

Aber Fehler gehören zum Leben...wenn man immer wieder den gleichen Fehler an der selben Stelle macht...dann sollte man anfangen sich Gedanken zu machen...
Danke18x
 
16. August 2017

DieWoelfin75:
Aber - wenn ich das doch ausdrücklich Wünsche, verstehe ich nicht warum ER dann die Reissleine ziehen soll 🤔


verstehe ich auch nicht *zwinker*
Im Grunde ist ja das "Sinne verlieren" genau diese Grenzerfahrung, zumindest in meinen Augen, denn dadurch dass ich eben nicht mehr nachdenke in diesem Moment und mich einfach in den Moment, der für einen eine Bereicherung sein soll, fallen lassen will, entwickle ich mich weiter.
Aber man sollte...sobald einem etwas selbst nicht ganz geheuer ist, dies dem Dom ruhig mitteilen, damit er weiß "Oh okay, da ist sie vorsichtiger, da muss ich dann besonders aufpassen" (Oder in der Art)

Für mich sind die interessantesten Grenzerfahrungen jedoch jene, die mich weiterbringen in meiner Unterwerfung meinem Dom gegenüber, sich aber in dem Moment, wo ich die Grenzerweiterung habe, sich irgendwie..ja..mies anfühlen...sei es...weil ich eine Strafe aushalte, die ich in der Art eigentlich ablehnen würde, aber weil ich weiß und auch verstehe warum ich sie verdient habe, für meinen Herrn und letztenendes auch für mich aushalte und durchstehe. Zumal auch nach einer Strafe, das Auffangen für mich dazu gehört, damit eben nicht nur negative Verbindungen zurückbleiben sondern auch das Wissen "Er ist trotzdem da"

DieWoelfin75:
warum darf der dominante Part das nicht auch ?

Wie einige es schon beschrieben haben...ein Endorphinrausch des Aktiven kann für den Passiven gefährlicher werden, als umgekehrt.
Als Devote, bin ich ja (in den meisten Fällen) irgendwie fixiert und ich füge keinem anderen etwas zu.
Als Aktiver...nehmen wir mal...schlägt dich mit dem Rohrstock auf den Hintern und kommt dann in einen Endorphinrausch, zumindest so wie Sub ihn erlebt, ist meiner Meinung nach die Gefahr ganz groß, dass er plötzlich nicht mehr die "richtigen" Stellen trifft sondern plötzlich auf die Nieren schlägt oder sonst wo hin wo es echt übel enden könnte.

DieWoelfin75:
Schließen sich Subspace und Domspace aus ?

Nein, meiner Ansicht nach ist der Domspace nur anders gelagert als der der Sub. Es ist ein...nennen wir mal..kontrolliertes abheben. Mein Dom beschrieb es mal, rauschähnlich, er bliebe von meinen Reaktionen ja nicht unberührt. Daher würde ich mich der Form des "Adrenalinrausches" einfach mal anschließen *zwinker*

DieWoelfin75:
Und gebe ich als dev. Part - Körper, Geist und Seele ab ?

Hm...schwierige Frage...Ich würde sagen...nicht vollständig.
Den Körper...würde ich bejahen. Denn meistens macht der Dominante Part ja was mit meinem Körper, genauso
Den Geist definiere ich als, das Bewusstsein, mein Denken und nein ich höre nicht auf zu denken nur weil ich devot bin. Ich höre immer noch auf mein inneres, sage immer noch ehrlich meine Meinung auch wenn mir was nicht passt. Wenn mir etwas sorgen bereitet oder wenn mein Tag einfach so beschissen war, dass mit mir jedes BDSM Play unmöglich ist, dann sage ich das auch. Denn das würde beiden Parteien dann nichts bringen. Ich gebe einen Teil meines Denkens ab...und das ist ein großteil der Verantwortung über mich selbst, wenn mein Dom aber jedoch etwas nicht erkennt oder bemerkt, was nur ich gerade merke, bin ich selbst in der Pflicht es ihm mitzuteilen, damit das Spiel in keiner Katastrophe endet.
Die Seele, definiere ich als mein Sein. Alles was mich ausmacht ist in meiner Seele. Also ist auch das Devote ein Teil von meiner Seele, ein Wesenszug (Im Alltag würde mich niemand für devot halten *zwinker* ) Damit gebe ich es ja nicht ab..ich entwickle mich damit weiter und tue das was meiner Seele gut tut.


Ich hoffe das bringt es irgendwie weiter..auch wenn ich manchmal echt verworren daherrede...

Lieben Gruß
Soul
 
16. August 2017
subdrop

So einfach ist das nicht...
im Rausch kann die/der sub sich selbst total überfordern
und auch Tage danach noch schlimm abstürzen.
Das soll hier keine Panik verbreiten...aber der/die Dom sollte das wissen und vorsichtig sein.
Und der/die sub sollte das wissen um einen Absturz richtig einzuordnen und dann zu kommunizieren....auch Tage später noch.
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