![]() | 06. Februar 2012 Kann eine "Spielbeziehung" die Seele berühren? Die Frage richtet sich an Sub und auch an die Dom. Wenn ihr jemanden kennenlernt, wie schnell seid ihr eigentlich bereit zu "spielen". Müß ihr verliebt sein und/oder eine feste Bindung bzw. Partnerschaft haben um BDSM auszuleben oder geht das auch in einer "Spielbeziehung" wenn Sympathie und die Chemie stimmt? Kann eine "Spielbeziehung" die Seele berühren?? Könnt ihr euch - egal ob Sub oder Dom - in einer "Spielbeziehung" so richtig fallen lassen und könnt ihr euch vorstellen, oder habt es bereits erlebt, daß es in einer Spielbeziehung auch absolutes Vertrauen und vollkommene Hingabe gibt? Kann es die Tiefe der Seele berühren? Oder ist dafür unabdingbar eine feste Partnerschaft Voraussetzung dafür? Mich würde eure Meinung hierzu sehr interessieren. lg SK_Mira |
![]() | 06. Februar 2012 Manchmal lerne ich nur um des Spielen willens jemanden kennen... das ist auch mal nur ein ONS - aber: meine derzeitige Spielbeziehung (und mehr ist es nicht, bzw. soll es nicht werden - im RL passt da rein nichts) berührt mich zutiefst..... ich lasse mich inzwischen wirklich völlig fallen - ohne Absicherung und doppelten Boden - ich fliege mit/bei ihm - immer höher, immer öfter - der Himmel oder vielleicht auch die Hölle haben keine Grenzen - ich weiss auch, dass ich kurz davor bin, hörig zu werden, und? Zur Zeit ist es mir egal...........normalerweise reduziere ich mich nicht auf Sex, aber ............ ich habe so etwas noch nie erlebt, und ich habe schon so Einiges gelebt - ich möchte nicht auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden........... nur die Zeit geniessen, egal wie lange sie dauert... Stregalita - gaga........... |
![]() | 06. Februar 2012 Zunächst: Der Ausdruck 'die Seele berühren' ist ein sehr wunderschöner, tiefgehender und wertvoller! Ich finde es gibt fast keine Steigerung! Und nun zur Frage: Ja, eine Spielbeziehung kann die Seele berühren! Es hängt aber selbstverständlich von der Dauer, der Intensität und sicher auch von Gefühlen ab. Dass meine Seele nach ein paar 'Spieldates' berührt wird, kann ich für mich ausschließen. Kurz und knapp L. |
![]() | 06. Februar 2012 JA! Eine "Spielbeziehung" kann die Seele berühren! Ich habe eine Spielbeziehung und sie berührt definitiv meine Seele. Auch kann ich mich bei ihm richtig fallen lassen, vertraue ihm 100pro blind und ohne Worte und gebe mich ihm vollkommen hin... Allerdings muss ich zugeben, es sind schon Gefühle für ihn vorhanden, und bei einem ONS oder nur ein/zwei Sessions zum spielen kann ich mir das Ganze nicht wirklich vorstellen... @ stregalita ich lasse mich inzwischen wirklich völlig fallen - ohne Absicherung und doppelten Boden - ich fliege mit/bei ihm - immer höher, immer öfter - der Himmel oder vielleicht auch die Hölle haben keine Grenzen - ich weiss auch, dass ich kurz davor bin, hörig zu werden, und? Zur Zeit ist es mir egal...........normalerweise reduziere ich mich nicht auf Sex, aber ............ ich habe so etwas noch nie erlebt, und ich habe schon so Einiges gelebt - ich möchte nicht auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden........... nur die Zeit geniessen, egal wie lange sie dauert... Liebste Grüße Dark |
![]() | 06. Februar 2012 Problematisch wird es, wenn die Gefühle nicht erwidert werden... so sehr die Seele dann berührt wird, so sehr wird sie dann verletzt... Mein Bauchgefühl sagt mir, dass sich hinter der Fragestellung eine Problematik in diese Richtung gehend verbergen könnte. |
![]() | 06. Februar 2012 man muss niemanden lieben damit er die Seele berühren kann... sowohl im guten als auch im schlechten! Eine Spielbeziehung kann genauso intensiv sein, wenn nicht vielleicht sogar intensiver, da man freier ist... es ist nicht der partner, egal was man macht, es ändert nicht die Beziehung zueinander... man kann lockerer miteinander umgehen... ungezwungener... Der Alltag spielt keine Rolle und die zwischenmenschlichen Schwinungen, die in einer Beziehung unvermeidbar sind, kommen nicht vor... es geht nur um den Moment.... |
![]() | 06. Februar 2012 Spielebeziehung Zunächst: Ich mag dieses Wort nicht. Und wenn irgendjemand mal ein besseres Wort dafür findet, hat er (meiner Meinung nach) einen Orden verdient Als erstes stellt sich für mich die Frage, was genau eine "Spielebeziehung" ist. Ist es alles außerhalb einer Lebenspartnerschaft? Oder wird da auch nochmal unterschieden? Und auch das Wort "Spielebeziehung" beinhaltet ja das Wort "Beziehung". Nach meinem Verständnis hat dieses Wort immer auch irgendwie etwas mit Gefühlen zu tun. Aber egal was alles unter diesen Begriff fällt, kommt es sicher auf die Beteiligten an. Was wollen sie, was stellen sie sich vor... Geht es um "die schnelle Nummer" (plump gesagt), ähnlich einem ONS nach der Disco? Dann geht es sicher auch ohne Gefühle.... Könnte ich mir zumindest vorstellen... Ich kann hier natürlich keine allgemeingültige Aussage machen, kann nur für mich persönlich sprechen. Aber für mich geht es ohne Gefühl nicht. Ich meine nicht zwingend Liebe. Aber eine gewisse Form der Zuneigung ist für mich unerlässlich. Ich habe einen Herrn. Er ist nicht mein Lebenspartner. Also klassifiziere ich das mal als "Spielebeziehung". Mein Herr fordert viel von mir und ich gebe ihm alles gerne. Das kann ich aber nur, weil ich etwas für ihn empfinde. Er lässt mich nicht kalt, er erweckt in mir den Wunsch, ihn zufriedenzustellen. Ich will, dass er stolz auf mich ist, will ihn befriedigen und will ihn im Rahmen unserer Treffen glücklich sehen. Er berührt meine Seele und ebenso hoffe ich, seine nicht kalt zu lassen. Dennoch sind die Fronten klar: Außerhalb unserer "Spielebeziehung" haben wir beide unsere Lebenspartner. Ich gebe mich ihm hin - bei jedem Treffen ein Stück mehr. Sind wir zusammen, ist meine Position, meine "Rolle", klar. Ich bin seine Sklavin und fühle mich auch als solche. Und ich genieße es, von ihm auch so behandelt zu werden. Ich gehöre ihm - im Rahmen unserer "Beziehung", die eben gerade die ganzen Dinge aus dem BDSM-Bereich umfassen. Es ist schwer zu beschreiben, aber ich fühle es einfach so. Ohne Gefühle, ohne meine Seele für ihn ein Stück zu öffnen, wäre all dies für mich nicht möglich. Ich würde weder den Wunsch verspüren ihn stolz machen zu wollen, noch würde ich meine Befriedigung aus der Seinen ziehen können. Und hingeben könnte ich mich ihm schon gar nicht. Wie auch? Wie sollte ich mich jemandem hingeben können, für den ich gar nichts empfinde? (Wie gesagt, vielleicht ist es ja generell möglich, ich kann es mir halt für mich nicht vorstellen!) Nur wenn er Zugang zu meiner Seele hat, kann er diese auch in der Tiefe berühren. . . Ich kann mich auf eine Beziehung dieser Art nicht einlassen, ohne zu vertrauen. Und um vertrauen zu können, muss ich etwas empfinden. Ich muss mich öffnen und mich dadurch natürlich auch ein Stück verletzlich machen. Und ich muss für mich das Vertrauen entwickelt haben, dass dies nicht ausgenutzt wird. Wie lange es dauert, bis dieses Vertrauen so da ist, kann aber sehr unterschiedlich sein. Das hängt für mich immer von unheimlich vielen Faktoren ab. Es gibt Menschen, da dauert es länger, bis ich "soweit" bin. Bei meinem Herrn ging es hingegen ziemlich schnell. Und das Vertrauen wächst ja auch immer weiter... Gemeinsame Erlebnisse verbinden ebenso, wie intensive Gespräche. Dies alles hilft mir dabei, ebenso wie die Zeit, das Vertrauen zu stärken und zu festigen und aus dem Fundament nach und nach ein Gebäude entstehen zu lassen... Nachdenkliche Grüße, eunomia |
![]() | 06. Februar 2012 Ich glaube schon, dass eine Spielbeziehung durchaus auch die Seele berühren kann, sofern dieses Vertrauen bzw. Gefühle da sind und die Spielbeziehung auch schon etwas länger andauert. Allerdings kann ich mir dies für mich nicht wirklich vorstellen... weil in einer Spielbeziehung habe ich irgendwie immer das letzte Quantum Kontrolle. Seele berühren hat für mich auch schon was mit Seelenverwandtschaft zu tun... und mich so sehr öffnen, würde ich mich in einer Spielbeziehung nicht. Umso schöner empfinde ich dieses Vertrauen, welches in einer tiefen Beziehung entstehen kann und ich dadurch auch bereit bin, mich komplett fallen zu lassen. Natürlich finde ich es toll, wenn andere sich auch in einer Spielbeziehung so sehr fallen lassen und einfach den Moment geniessen können. Irgendwie kann ich mir auch vorstellen, dass so etwas das eine oder andere Mal auch einfach ist zu leben. Trotzdem... ich für mich kann mir das nicht vorstellen. Ich brauche eben dieses tiefe Vertrauen zu einem Herrn und Partner, um meine Seele nach aussen zu kehren bzw. meinen Partner überhaupt in meine Seele zu lassen... gebranntes Kind eben |
![]() | 06. Februar 2012 Woher kommen denn unsere Neigungen? Wo verstecken denn die meisten ihre Neigungen oft viele Jahre oder Jahrzehnte? Was kommt denn zum Vorschein, wenn man sich einem anderen Menschen derart öffnet und darbietet? Ganz egal ob Dom oder Dev bzw. Sad oder Maso… ..dies alles ist soo tief in einem drin, wie es tiefer in der Regel nicht sein kann und man gewährt Einblicke in Regionen, wie sie tiefer kaum sein können und man lässt frei, was sonst im tiefsten Innern verborgen ist. Da dem so ist, stellt sich mir persönlich die Frage, wem will ich dies offenbaren, wem kann ich dies offenbaren, wer ist fähig damit umzugehen und wer ist fähig dies zu empfangen…? Was ist die Seele? Ist sie etwas Gutes? Ist sie bei einem Sad etwas Böses? Ist es an etwas bestimmten fest zu machen? Oder ist es einfach eine Beschreibung für etwas in uns, was wir behüten, verbergen, beschützen, nähren, pflegen und /oder ist es etwas wie ein Gefäß, in welchem wir alles schöne und alles was uns je berührt hat sammeln, oder ist es vielleicht einfach eine Umschreibung für etwas, was in uns herrscht, unser Denken und Tun beeinflusst, etwas, was evtl. sogar mit unseren Trieben verbunden ist? Ich kann wohl sagen, meine Seele ist schwarz, dunkel und böse… denn in ihr wohnt der "andere Teil" von mir, in ihr herrscht der Zorn, die Gleichgültigkeit, der machthungrige Dämon, das gefühlskalte Raubtier, die blutrünstige Bestie… der Sadist. …und wehe dem es wird frei gelassen, was nicht frei sein darf, ohne dass mein Körper und Geist und die Liebe die diese zu empfinden im Stande sind, darüber wachen und es im Zaum halten… So ein Spiel berührt immer mein Seele ob ich will oder nicht (denn sie ist es ja, welche „spielen“ möchte, welche die schmerzverzerrten Blicke liebt, es in sich aufsaugt wie ein schwarzes Loch die Materie, wenn ein Gesicht sich vor Schmerz in eine Fratze verwandelt, wenn der gepeinigte Körper wegen Kraftlosigkeit erschlafft und die Haut sich dennoch mit Gänsehaut gegen den Hieb aufbäumt…), doch ist sie berührt, dann wird etwas entfacht und zum Leben erweckt, was mehr, mehr, mehr will ohne Rücksicht zu nehmen. Was dann passieren kann, kann sich jeder selber ausdenken. Ich weiß es, ich (und andere) musste erleben was dann passiert… und ich weiß auch, dass ich es nie wieder erleben möchte, und daher würde ich persönlich niemals Spielen, ohne schon zuvor wirklich tiefe Gefühle für diese Person zu empfinden, denn nur diese Gefühle sind der Garant dafür, dass ich als liebender Mensch meine Sub vor meiner dunklen Seele beschützen kann. Nur diese tiefen Gefühle halten alles im Gleichgewicht. Ich hab keine Ahnung, ob dies nachvollziehbar ist nach diesen Worten, doch dies ist der Grund, weshalb ich mich niemals ohne Gefühle auf ein Spiel einlassen könnte / wollte… LG Krolock |
![]() | 07. Februar 2012 "seelenberührungen" können doch immer stattfinden.. unabhängig von zeit oder beziehungsform.. ebenso können (für mich) spielbeziehungen eine ähnliche innigkeit und emotionale bindung erlangen.. auch wenn klar ist, dass es keine liebes- oder hauptbeziehung ist. bdsm hat per se mit vertrauen, innigkeit, intensität und irgendwo auch mit tiefreichenden emotionen zu tun. wenn man/frau einen menschen so tief an/in sein innerstes (heran)lässt.. berühren sich die seelen "fast automatisch". auch punkto vertrauen und hingabe sehe ich persönlich kaum einen unterschied zwischen einer spiel- oder "liebesbeziehung. in beiden muss es doch ziel und voraussetzung sein.. mit dem wissen, dass sie sich noch entwickeln und stetig wachsen werden. nur sind meist die möglichkeiten bzw. die grenzen des bdsm klarer gesteckt. für mich selbst waren spielbeziehungen meist fokussierter, klarer und intensiver in der struktur. in der liebesbeziehung kommt einfach eine zusätzliche dimension und (alltags)welt hinzu.. welche die gefühlte qualität noch einzigartiger macht. aber schenkt man/frau im grunde nicht jedem irgendwie "liebe", dem man/frau sich derart öffnet??? für mich ist bdsm "seelenberührung".. ! |
![]() | 07. Februar 2012 Meine Seele ist immer dann berührt, wenn ich merke, das ich FÜHLE! (egal, um welche Art Gefühl es sich handelt!) Gefühle überhaupt wahrzunehmen, ihnen Raum zu geben, sie zuzulassen, um sich mit ihnen auseinanderzusetzen, sind "Einschnitte" (dieses Wort klingt härter, als es ist!) in die Seele. Ein Mensch, dem ich Raum und Zeit in meinen Gedanken gebe, berührt meine Seele, sonst wäre er mir egal... |
![]() | 07. Februar 2012 Ich gehe dann mal auf alle Fragen ein... ...die gestellt wurden und beiße mich nicht nur an "Seele berühren" fest...dazu aber gleich mehr. Wenn ihr jemanden kennenlernt, wie schnell seid ihr eigentlich bereit zu "spielen". Um mit jemanden seine Neigung auszuleben bedarf es Sympatie und Vertrauen.Das kann in der realen Welt, Angesicht zu Angesicht, fürchterlich schnell gehen und so kann das 2 Date schon im ersten abtasten enden. In der online Welt schaut es schon ganz anders aus...die Menschen können schlecht jemanden vertrauen, den sie nicht sehen und das ist auch gut so! Erschwerend sind zudem die Distanzen, die ein Kaffeedate teilweise unmöglich machen. Ich kenne mittlerweile ein paar Damen mit denen ich meine Begegnungen hatte und an die ich jemanden verweisen kann, der sich unsicher ist ob ich nicht doch ein Arschloch bin. Trotz dieser tollen Möglichkeit können durchaus 3-4 Monate vergehen bis es zu ersten Treffen kommt bei dem dann nicht mehr viel geredet wird. Müsst ihr verliebt sein und/oder eine feste Bindung bzw. Partnerschaft haben um BDSM auszuleben oder geht das auch in einer "Spielbeziehung" wenn Sympathie und die Chemie stimmt? Für mich geht das auch ohne Partnerschaft, es ist ja meine Sexualität. Da gibt es anderes was ohne richtige Gefühle für den anderen und für mich nicht geht. Kann eine "Spielbeziehung" die Seele berühren?? Ich bin Atheist und daher kann ich mit dem Wort "Seele" nicht viel anfangen...auch wenn alle komischerweise dahin schmachten wenn man vom berühren der Seele spricht... eben so wenig kann ich mit Psyche oder Geist was anfangen...diese Begriffe stehen oder bezeichnen oft einen Menschen als ganzes und als den sehe ich mich!Wenn man den Satz jetzt umschreiben würde, in "Kann eine "Spielbeziehung" mich als Menschen berühren?" Dann kann die Antwort nur "Ja" sein...ansonsten würde ich erst gar nicht "spielen" Könnt ihr euch - egal ob Sub oder Dom - in einer "Spielbeziehung" so richtig fallen lassen "Fallen lassen" ist wieder so ein Ausdruck, den keiner definieren kann...außer das was runter fällt und auf dem Boden landet, wenn es nicht zufällig einer auffängt.Als Top bekomme ich daher nicht die Verbindung von "mich fallen lassen" zu meiner Leidenschaft und meiner Aufgabe,dem auffangen. Was ich allerdings sagen kann, das BDSM mit echten Gefühlen zu jemanden etwas ganz besonderes ist...Beziehungsstatus hin oder her. könnt ihr euch vorstellen, oder habt es bereits erlebt, daß es in einer Spielbeziehung auch absolutes Vertrauen und vollkommene Hingabe gibt? Vertrauen Ich kann mir zwar vorstellen das man alle seine Grenzen und Tabus ablegt für jemanden dem man voll und ganz vertraut, in der Hoffnung das er dieses Geschenk zu schätzen weis und es achtet...aber ich kann mir nur schwer vorstellen das es jemanden wirklich und ernsthaft egal ist, was mit ihm passiert und das für immer gelten kann was mit ihm passiert. Hab zwar schon von Männern gelesen, die sich ihr bestes Stück aus "Hingabe" amputieren lassen oder von Frauen die sich die Klitoris entfernen lassen, aber auch wenn das "wahre Hingabe" ist, endet meine Toleranz wohl vorher! Absolute Hingabe kenne ich nur zwischen 2 Menschen die sich wahrhaftig lieben und füreinander in den Tot gehen würden und bei Eltern die für ihre Kinder in den Tot gehen würden, wenn es nötig wäre. Diese Selbstlosigkeit gibt es und gab es schon zu genüge in Extremsituationen...aus freiwilliger "Hingabe", wäre für mich wohl eher Krank...Das ist aber nur meine Meinung. |
![]() | 07. Februar 2012 Ich habe ein ähnliches Problem wie mein(e) Vorschreibner. Eine Seele existiert für mich nicht, "fallen lassen" und "Spielbeziehungen" sind schwammige Begriffe, die wir in Ermangelung besserer noch verwenden müssen, damit überhaupt ein Austausch möglich wird. Also bleibt nur der konkrete Erfahrungshorizont, der -mit persönlichen Beispielen gespickt- für manche nachgefühlt/verstanden werden kann, weil sie über einen ähnlichen Erfahrungsschatz verfügen. Neben meinen Spielbeziehungen habe ich eine (etwas frischer) feste Beziehung. BDSM erlebe ich nun zum ersten Mal im Beziehungskontext und von der Intensität des Erlebnisses und dem Austausch über Worte&Taten ist das "Spielen" hier anders, stärker und ausgeprägter. Nichtsdestotrotz gebe ich auch in meinen Spielbeziehungen sehr viel von meiner Zeit, meinen Emotionen und Gedanken weiter. Und hier kann ich es sehr genau an den leuchtenden Augen und dem leicht entrückten Lächeln danach beobachten, daß ich Punkte und Dinge in dem Menschen angestossen, gestreichelt und hervorgelockt habe, die normalerweise eher verschlossen und unter einer Staubschicht verborgen in der Ecke liegen. Würde ich das nicht beobachten können, was mir bisher noch nicht passiert ist, würde ich mit der Person nicht spielen. Denn dafür gebe ich zuviel von mir, als das ich es einfach als reinen Zeitvertreib wegkonsumiert sehen möchte. Eventuell kann ich das später mal, aber zur Zeit nicht. |
![]() | 07. Februar 2012 ... Wenn ihr jemanden kennenlernt, wie schnell seid ihr eigentlich bereit zu "spielen". Das ist individuell und kommt auf das Gefühl an, das ich bei der Person habe. Grds. lerne ich den Menschen aber gerne erstmal ein paar Wochen kennen bevor mehr passiert, und dann gilt für mich auch: 1. Session lieber "zu wenig", denn steigern kann ich immer noch, wenn ich aber mal über's Ziel raus bin, ist es zu spät. Müß ihr verliebt sein und/oder eine feste Bindung bzw. Partnerschaft haben um BDSM auszuleben oder geht das auch in einer "Spielbeziehung" wenn Sympathie und die Chemie stimmt? Das ist die gleiche Geschichte wie: Musst du verliebt sein um zu ficken. Die einen sagen ja, die anderen nein. Ich sage ganz klar: Nein. Gefühle behindern mich eher noch im Ausleben meines Sadismus. Kann eine "Spielbeziehung" die Seele berühren?? Warum sollte sie es nicht können? Eine Beziehung mit BDSM-Einfluss ist grds. sehr tiefgehend, da kann auch die Seele / das Herz berührt werden. Könnt ihr euch - egal ob Sub oder Dom - in einer "Spielbeziehung" so richtig fallen lassen und könnt ihr euch vorstellen, oder habt es bereits erlebt, daß es in einer Spielbeziehung auch absolutes Vertrauen und vollkommene Hingabe gibt? Ja zu fallen lassen und Ja zu absolutem Vertrauem und vollkommener Hingabe. Und ja - bereits erleben dürfen, von Seiten des Spielpartners als auch von meiner Seite (wobei ich als Dom mich nie wirklich fallen lasse, irgendwer muss ja die Zügel in der Hand haben Kann es die Tiefe der Seele berühren? Oder ist dafür unabdingbar eine feste Partnerschaft Voraussetzung dafür? Ja, kann es. Nein, ist keine Voraussetzung. Frau Khaos |
![]() | 07. Februar 2012 Wenn das Vertrauen das ist, ganz egal wie lange man sich schon kennt, dann kann das durchaus so tief sein, das auch die Seele berührt wird. Auch so tief, dass es weh tun kann... |