![]() | 07. Februar 2012 @Luci_Fera: Nur was ich immer wieder erleben muss - dass reine Dom's es nicht schaffen eine Switch führen zu können - der Herausforderung sie nicht gewachsen sind. Da stellt sich doch die Frage - Warum? Ein/e Switch ist wie ein kräftiger Fisch, dessen Kopf um die Schliche und Muster des Anglers weiß, dem je nach Grad des Neigungspotentials zudem die Kraft innewohnt, sich dem Anlanden widersetzen zu können, sich vom Haken zu lösen oder gar den Fischer ins Wasser zu ziehen. Die Gros der „reinen“ Doms sind faule Socken, sie wollen nach der ersten grundsätzlichen Überwältigung und dem Fangbiss, den sie setzten, Ruhe im Karton. In den meisten tickt das Herz von Sammlern, nicht das von Jägern, denn solche schließen - wenn sie denn reflektiert genug sind - immer mit ein, dass sie selbst auch mal zum Opfer werden können. Und mit diesem besonderen Reiz zu leben ist nun mal nicht jedem gegeben. Switchenden schon. - Im Grunde sind innerhalb der BDSM-Szene deshalb Switcher wirklich die Einzigen, denen ich sofort abnehme, dass sie sich miteinander auf derselben Augenhöhe begegnen. B. |
![]() | 07. Februar 2012 In welcher Schublade lässt du dich dominieren (stecken) Eure Fage - Antwortspiel in Bezug auf "Was ist eine Dampfmaschine...Öhhm ein(e) Switch(er) kommt mir vor, wie zu Zeiten des ersten Outings als Bisexueller Mann... Nur hier sagen die meisten Doms und Subs... "EinE SwitchER hat sich noch nicht für eine Seite entschieden..." Was aber Blödsinn ist. Es kann zwar sein das bei Switchern das eine oder andere stärker ausgeprägt ist (bei mir derzeit die devote Seite) - muss aber nicht. Switch zu sein ist eine weitere Eigenschaft des eigenen Sexuallebens und nichts sonst. Ich stelle fest, dass hier jedes I-Tüpfelchen kommentiert wird - auch ein Fetisch |
![]() | 08. März 2012 Jemand sagte einmal zu mir: Manche Menschen mögen Schokoeis, mache Vanilleeis und manche mögen beides. Genauso sehe ich es auch hier. Für mich gibt es keinen Grund, weshlab eine aktive BDSM-Leidenschaft eine passive-Leidenschaft ausschließen sollte - und umgekehrt. Ich lebe beides serh gerne aus! Und NEIN, ich verliere keinen Respekt vor einem Menschen, weil er mich im erotischen Kontext dominiert und es selbst auch liebt dominiert zu werden. Mein Respekt gilt schließlich dem Menschen selbst, seinen Gefühl, Ansichten, Wünschen, Ängsten, Zielen, auch seinen Neigungen - einfach, weil all dies den Menschen ausmacht! Mein Respekt steht jedoch UNABHÄNGIG davon, welche Neigung dieser Mensch hat, solange das Ausleben dieser nicht die Rechte, Die Gesundheit oder die Persönlichkeit eines anderen Menschen verletzen. |
![]() | 08. März 2012 ich denke ... ... hier treffen wieder die sm-spielenden und die sm-lebenden aufeinander: Wenn ich Sm nur als Spiel ansehe, wenn ich das rein sexuell betrachte, dann kann man sich sowohl für sich, als auch für seinen dominanten Partner beide Seiten vorstellen, man weiß ja wie schön alles ist und spielt das eben mal so rum und dann wieder mal andersrum. Wenn ich eine SM-Beziehung lebe, mich da auch deutlich mehr hineinsteigere und fallen lasse, dann ist das eben was anderes. Erstens, weil die Positionen stärker verankert sind und zweitens, weil vom submissiven Part aus gesehen, der Dom einfach eine feste Größe ist, die dann nicht mehr so ernst gesehen werden kann, wenn der sich wiederum jemandem anderes unterwirft. |
![]() | 08. März 2012 Wenn ich eine SM-Beziehung lebe, mich da auch deutlich mehr hineinsteigere und fallen lasse, dann ist das eben was anderes. Erstens, weil die Positionen stärker verankert sind und zweitens, weil vom submissiven Part aus gesehen, der Dom einfach eine feste Größe ist, die dann nicht mehr so ernst gesehen werden kann, wenn der sich wiederum jemandem anderes unterwirft. Das ist ganz sicher ein Dilemma, in dem manche stecken, besonders eben der devote Part. Doch glaube ich auch, dass eine partnerschaftliche Beziehung andererseits ganz andere Formen der Ausprägung von BDSM ermöglichen kann. Eben auch den Switch auch des dominanten Parts. Ob dies jedoch mit dem gleichen Partner möglich ist oder nur mit einem anderen, ist wiede eine andere Frage. Doch jede Partnerschaft ist anders und hat ihre eigenen Entfaltungsmöglichkeiten, die zwischen der Stärke und dem Geist und dem Horizont beider Partner entstehen. |
![]() | 08. März 2012 Ist es nicht ein wenig arbiträr und verkennend, zu behaupten eine Switcher Beziehung könnte nicht "gelebt" werden, bloss weil Rollen wechseln? Bloß weil man sich nicht auf eine Rolle beschränkt, sondern im Gegeneinander und im "immerneuen Kampf um die herrschende Position" aufgeht, lebt man sich doch nicht weniger aus. Menschen sind nunmal unterschiedlich. Manche begeistern sich für andere, die sich völlig ohne wenn und aber bis zur Selbstaufgabe unterwerfen.. andere finden sowas eher langweilig und wenig reizvoll, wenn sie die Unterwerfung nicht selbst errungen haben und umsie kämpfen müssen. Ein bisschen mehr Blick über den Tellerrand wäre doch mal schön. |
![]() | 08. März 2012 Hm was willst du denn leben, wenn es mal so und mal so ist? lächel Switchen kann nicht die Grundlage oder das Gerüst sein einer Beziehung. |
![]() | 08. März 2012 Ich denke einfach Du verstehst nicht ganz was ich meine oder wovon ichrede. Schlicht weil Du nur in Schwarz/Weiss, Sub/Top-Dimensionen argumentierst und zu denken scheinst. Das wovon ich rede ist halt eine Beziehung zwischen zwei Alphatieren. Und sowas geht denke ich nur als Switcher wirklich. |
![]() | 08. März 2012 Switcher sind stärker Zumindest sehr stark tendentiel stärker im Austeilen und stärker im Einstecken, daher auch viel schwieriger zu handeln. Obendrein renitenter- aber auch verständnisvoller , wenns Dömme mal nicht gut geht, sie kennen seine Situation halt. Was die Switcherbeziehung verbindet ist in der Regel nicht die Hirarchie, sondern die Liebe. Und die Liebe dominiert m.E. am stärksten, stärker als irgend ein D/s- Modell. Switcher hinterfragen, sind kritisch- daher nichts für schwache Menschen, die aus Gründen der Überkompensation ein Domprofil anlegen. |
![]() | 08. März 2012 @con_sequenz, was belächelst du? |
![]() | 08. März 2012 ich finds ja wieder mal witzig (aber ganz ohne zu lachen), wie hier mit stereotypen um sich geworfen wird: ich denke ... ... hier treffen wieder die sm-spielenden und die sm-lebenden aufeinander und Switchen kann nicht die Grundlage oder das Gerüst sein einer Beziehung. und das alles nur, weil es den eigenen horizont übersteigt... ich kenne durchaus switcher, die eine feste beziehung miteinander leben. wie schon erwähnt wurde tun es die einen einfach mit einem anderen partner, sie switchen also nur außerhalb des beziehungs-machtgefüges, aber andere switchen durchaus auch innerhalb ihrer beziehung. wer sagt denn auch, das in einer bdsm-basierten beziehung das machtgefälle gleich 24/7 präsent sein muss? wenn das so sein sollte kann ich nur sagen: dann will ich keine solche bdsm-basierte beziehung! für mich hat eine beziehung deutlich mehr schattierungen und ebenen als nur die des bdsm bzw d/s, und wer welchen part einnimmt wird entweder "ausgekämpft", oder aber (wie ich es meistens erlebe) es ergibt sich ganz von selbst und für beide völlig stimmig. das ist sicher nichts für mich, aber deswegen würde ich nicht auf die idee kommen, jemand anderem unterstellen zu wollen, dass sie ja bdsm nur spielen... sowas ist abwertend und einfach überflüssig! |
![]() | 08. März 2012 Hm was willst du denn leben, wenn es mal so und mal so ist? lächel Switchen kann nicht die Grundlage oder das Gerüst sein einer Beziehung. na eine beziehung (wenns für beide passt! was ja wohl voraussetzung ist!) in der es mal so ist und mal so. wo ist dein berühmter tellerrand!? sehr eingleisig deine aussage. da hab ich von dir auch schon besseres gelesen na mal völlig ernsthaft: ich leb nach dem motto - solang es für beide passt ist es gut und lebbar. was auch immer die für sich als passend finden. und wenn es eine switcherbeziehung ist, wo die rollen je nach lust und laune wechseln. ich persönlich könnt mir (als switcherin!) keine beziehung vorstellen wo ich mit meinem partner die rollen wechsel. mein switchen ist an jeweilige personen gebunden - das heisst - mein gegenüber ist entweder dominant oder devot. nur heisst das ja noch lang nicht - weil DU und ICH uns das für UNS nicht und unser leben nicht vorstellen können, dass es nicht für andere genau das perfekte ist. toleranz? liebe grüsse ~M~ |
![]() | 08. März 2012 klar Jeder kann ne Beziehung führen - auch männer mit männern es geht doch hier um GRUNDLAGEN einer Beziehung und nicht um "ich spiele heute mal die eine Seite, kannst du bitte das andere machen". klar können zwei Switcher zusammen leben, aber eben nicht mit einem wechselnden Machtgefälle, weil dann in entscheidenden Situationen, und nur um die geht es und nicht um sexuelle Spielereien, dann doch wieder Kompromisse gefunden werden müssen. Das mag für die meisten völlig normal sein, ist es aber eben in einer DS-Beziehung nicht. PS Nein ich bin nicht tolerant - nur Schwächlinge sind tolerant, ich bin ignorant. |
![]() | 08. März 2012 Und Ignoranz ist ja auch eine quantifizierbare und annerkannte Größe für geistige Stärke.. Aber dann hast Du wenigstens eine Entschuldigung dafür, dass Du einfach nicht begreifst, was mehrere Leute Dir zu verstehen zu geben. Irgendwie sind mir Menschen lieber, deren Selbstgefälligkeit auch tatsächlich begründet ist. *lächelt sanft und ein wenig väterlich* |
![]() | 08. März 2012 Jeder Knast dieser Welt hat seine festen hierarchischen Strukturen. Ganz oben im Ranking positionieren sich die Mörder und Schwerverbrecher und ganz unten müssen wohl die Kinderficker ihr Dasein zu fristen. Und das Delinquententum in der Mitte sucht sein Heil darin, sich irgendeinem schweren Jungen anzudienen oder in irgendeiner der vielen internen Kasten einzufahren und sich dort nach oben zu buckeln. Klare Ordnung, klares Ranking ist dem Knacki wichtig. Denn klare Ordnung spart Kraft und bietet eine gewisse Sicherheit im Guten, wie im Bösen. Das war schon immer so und wird immer so sein. Wo kämen wir denn hin, wenn das anders wäre. Anarchie. OgottoGott. Manche SMer nun, scheinen nur in einem ähnlich sauber strukturierten Gefängnis durchatmen und Halt finden zu können. Denen muss man hin und wieder einfach mal sagen, Switcher sind freidenkende Piraten. Das sind die, die auf der Gefängnismauer sitzen und mit mindestens einem Bein in der Freiheit baumeln, weil sie diesen Scheiß da drin schon aus Prinzip nicht mitmachen müssen und wollen. Bleibt die Frage können zwei Piraten eine funktionierende Gang gründen. Yep, da wo die Liebe hinfällt mit Sicherheit. B. |