Muss Dom nach dem Spiel aufgefangen werden??

Die Frage: Wie ist es bei Euch? Wer hat als Dom auch manchmal das Bedürfnis „Aufgefangen“ werden zu müssen nach dem...

26. Juli 2010
Muss Dom nach dem Spiel aufgefangen werden??

Die Frage:

Wie ist es bei Euch?
Wer hat als Dom auch manchmal das Bedürfnis „Aufgefangen“ werden zu müssen nach dem Spiel???

Wie komme ich zu dieser Frage:
Auf diese Frage bin ich gestoßen, als ich gefragt wurde, was ich beim Spiel wirklich empfinde, was in mir vor geht, was ich denke und fühle.

Ich brauchte eine Woche um dies so einigermaßen in Worte fassen zu können…

Ich liebe meine Frau, und wenn ich sage ich liebe sie, dann meine ich, dass da wirklich tiefe Gefühle sind, Schmetterlinge im Bauch, ich vermisse sie, wenn ich beruflich unterwegs bin, es fehlt was, ich bekomme ein Kribbeln überall, …. Eben Liebe!

Doch „spiele“ ich mit ihr, dann ist alles anders!
Diese Liebe weicht in den Hintergrund, ist plötzlich „Nebensache“, auch das Vertrauen oder die Geborgenheit usw… alles wie verdrängt in eine „kleine Kammer“.

Heraus kommt ein Tier!
Es ist als könne ich ihre Erregung riechen, wie ein Rüde eine läufige Hündin aus weiter Entfernung riechen kann.
Als würde ich nur noch auf Instinkte reagieren.

Meine Sinne sind derart geschärft in diesen Momenten, dass ich sogar sehe, wie einzelne winzige Härchen sich auf ihrer Haut aufstellen, wie sich die einzelnen Hautporen nach einem Peitschenhieb zusammenziehen und wieder entspannen. Ich höre fast ihren Wimpernschlag (nein ich höre nicht wirklich den Wimpernschlag.. aber ich warte darauf dass es passiert)
und spüre ohne Berührung die Temperaturunterschiede auf ihrer Haut…
Es ist als wäre ich ein Tier, dass zum einen angespannt ist wie eine gespannte Armbrust und dessen Geist von allen möglichen Reizen überflutet und durchflutet wird, aber dennoch im Verstand hellwach ist.
Ein Tier, das nur noch aus Gier besteht. Wie ein Raubtier das Blut geleckt hat und nur noch mehr und immer mehr will. Was ich genau rieche oder empfinde kann ich nicht erklären…nur das es passiert, dass da etwas aus mir raus kommt und alles andere verdrängt, dass so unendlich tief in mir ist und plötzlich vollkommen Besitz von mir ergreift…

Dann „verwandle“ ich mich wieder zurück und es ist… ganz unterschiedlich… mal, als ob ich einen Marathon gelaufen bin, mal als wenn ich mit Delfinen geschwommen bin, oder auch einfach mal ein wohliges, warmes und befriedigtes Gefühl… Dann kommt das „Auffangen“ der Sub, das Kuscheln, Reden, in die Realität zurückholen, oder auch der „Liebesakt“…

Wer als Dom hat nach diesen „Verwandlungen“ auch manchmal das Bedürfnis „aufgefangen werden zu müssen“??? Oder redet Dom nicht darüber???

Bin gespannt auf Eure Erfahrungen und Meinungen..

LG
Krolock
26. Juli 2010
hm

Hallo Krolock,

als ich das las, dachte ich daran, wie ich das erste Mal mit jemandem spielte und muss sagen, dass du die Situation ziemlich gut beschrieben hast.
Ich habe es auch erlebt, die geschärften Sinne, auch das gierige Tier....allerdings habe ich auch einen emotionalen Rausch erlebt, der mir zwar die Füsse nicht unter dem Boden wegzog, aber du drückst es hier auch sehr treffend aus:

dass da etwas aus mir raus kommt und alles andere verdrängt, dass so unendlich tief in mir ist und plötzlich vollkommen Besitz von mir ergreift…

Als dominanter Part glaube ich für meinen Teil, mir das so nicht leisten zu können, denn ich habe die Verantwortung für Sub und da möchte ich vollkommen in allein meiner Gewalt sein...diese Triebe können die Situation stören.

etrangere12
26. Juli 2010
Ja, aber klar doch!

Der DOM iA kompensiert doch persönlche Probleme oftmals fundamentaler und umfangreicher Art mit derlei Hierarchie-Rollen in möglichst ritualisierten Formen. Gerade, wenn DOM noch ein Bübchen ist, oder in seiner angestrebten Auftretens- und Handlungsweise noch recht unerfahren, wird der plötzlich ihm zugänglich gemachte Machtzuwachs ihn auch an seine Grenzen bringen. Im "Spiel" wird ihm oft schlagartig die eigene in ihm schlummernde und drängende Tendenz in seiner Persönlichkeitsstruktur erst wirklich bewußt. Gerade auch, wenn es sich um sadistische "Spielformen" handelt.

Mal unabhängig davon - was spricht dagegen, bei was auch immer, sich gegenseitig zu stützen und irgendeine Sache, die man miteinander vollbracht, erlebt hat - auch miteinander in der Nachbearbeitung zu teilen? Sei es nun der Abenteuer-Urlaub im Berliner Untergrund, oder die Zuchtkaninchen-Weltmeisterschaft in Timbuktu, oder das erste gemeinsame Bondage-Erlebnis, bei dem einer der beiden Akteure meint, er fliege, während der andere hofft, dass seine Fesselung sachgemäß hält und der Fliegende nicht fliegt, sondern hängt.

Hat schonmal jemand hier irgendwo angemerkt, das SUB idR die mutigere (hoffentlich nicht gedankenlosere) Akteurin ist, in einem BD DS SM ... "Speile"?
26. Juli 2010
Gegenseitiges Auffangen

Hallo Krolock,

zunächst einmal mein Kompliment für die sehr anschauliche Beschreibung Deiner Gefühle. Ich kann wirklich nachvollziehen, was Du empfindest, so plastisch und griffig ist es beschrieben. Und Du kannst Dich glücklich schätzen, dass Du in der Lage bist, Dich selbst so gut wahrzunehmen und dies hier auch noch zu äußern, und auch noch initiativ. Damit hast Du sehr vielen "Dumm-Doms" sicherlich etwas voraus. Also, mein Kompliment.

Nun aber zu Deiner Frage. Wir haben es wohl gemeinsam, dass das Schlagen, die Schmerzen für uns das Entscheidende sind. Für mich, und möglicherweise auch für Dich, ist diese reine Dominanz-Sache nicht entscheidend, damit würze ich das Spiel gerne. Es würde mich hingegen nicht erregen, eine Frau eine halbe Stunde lang in die Ecke zu stellen mit der Anweisung, sich nicht zu rühren, oder sie nur verbal zu attackieren. Ich muss mich nicht überlegen fühlen. Wenn ich Subbie fessele, mache ich das, weil wir (!) so die Reflexe in den Griff bekommen, die mich daran hindern würden, sie gut und gezielt zu treffen.

Und ich spüre, wie sehr es Schmerz und Lust, die bei einer Subbie aufeinanderprallen, zu der ich wirklich einen Draht habe, es ihr ermöglichen, völlig aus sich selbst herauszugehen. Ich möchte spüren, wie sie ihrer allertiefsten Lust nicht entrinnen kann. Sie soll dieses ganz tiefe Gefühl erreichen, das diese Urinstinkte und urtümlichsten, tiefsten Zustände nach oben spült. Ich sehe es dann bei ihr, erlebe es mit, und auch bei mir öffnen sich damit solche Tore nach innen. Es ist dieses völlige "Fallenlassen", das dann bei beiden möglich wird, wo man weint, schwebt, und zugleich mit sich selbst und den anderen im Reinen ist. Manchmal genieße ich es, wenn dann andere Menschen (keine notgeilen Spanner, männlich wie weiblich, sondern freundliche Menschen), die das selbt schon erlebt haben, dies alles mitbekommen.

Das Auffangen findet dann gegenseitig statt, und das finde ich völlig normal. Ich bin nach einer guten Session fix und fertig, zumal zum Fallenlassen ja auch ein gutes Maß Konzentration hinzutritt. Als Dom möchte ich mich voll konzentrieren und diese Balance aus Schmerz, Lust und Psychologie möglichst gut und lange halten. Gut, das gelingt mal besser, mal schlechter, und bei Subbies, die reaktionsarm sind und alles in sich hineinfressen, eher gar nicht, und ist wie alles auch von der Tagesform abhängig.

Wichtig finde ich es auch, dass mit dem Auffangen mal Schluss ist, und dieses Signal gebe ich dann auch. Der richtige Zeitpunkt ist, wenn keine Tränen mehr fließen oder die Stimmen stabiler werden. Ein gutes Aufwachsignal ist dann die Bitte, mal gemeinsam die verstreuten Utensilien zu reinigen und aufzuräumen. Da sollte man als Dom auch der erste sein. Denn sonst kommt das Signal von ihr. Und was sagt eine Frau so gerne? "Ich muss aufs Klo." *g*
26. Juli 2010
@AxolotlRoadkill

hä????

Sorry, aber ich habe die Quintessenz deines Beitrages leider nicht bis zur letzten Konsequenz analysieren können...
26. Juli 2010
Lust macht Mut

Hat schonmal jemand hier irgendwo angemerkt, das SUB idR die mutigere (hoffentlich nicht gedankenlosere) Akteurin ist, in einem BD DS SM ... "Speile"?

Von "mutiger" würde ich nicht von vornherein sprechen. Wenn man einmal von einer Mann=Dom, Frau=Sub-Konstellation ausgeht, müssen viele Männer auch eine ganze Reihe an Vorstellungen und Begrenzungen überwinden, um das erste Mal eine Frau schlagen zu können - auch wenn sie darum bettelt. Was werden gerade Männer nicht mit beschränkenden Regeln überschüttet.

Wie vielen Männern wird von Mama immer noch eingetrichtert, Frauen würden darauf stehen, wenn der galante, geschniegelte, chefarztartige Mann beim ersten Date mit einem wunderschönen Blumenstrauß in der Hand zum Essen einlädt (und natürlich alles bezahlt), sanft mit den Augen funkelt und dann die weiße Pferdekutsche bestellt und natürlich die Tür aufhält und aus dem Mantel hilft? Dass man auf diese Weise zumindest bei der Mehrheit der Frauen nicht sonderlich interessant ist, sondern eher als der dumme Eumel herüberkommt, bekommen die Jungs nach wie vor nicht erzählt. Und wenn man eine Neigung zum BDSM hat, verwirrt einen das erst recht, und man versteht mit solch einem Hintergrund nicht, weshalb der glatzköpfige, tätowierte, nach Pheromonen geradezu stinkende Muscleshirt-Träger mit dem brutalen eckigen Kinn und den abartigen Tätos dann viel leichter Frauen abschleppen kann, obwohl er doch gerade der ist, vor dem Mama immer gewarnt hatte.

Also muss Jungchen einen weiten Weg zurücklegen, um seinen Neigungen nachgehen zu können und um das tun zu können, was Mama erschrecken würde, die Schwarze Alice verdammen müsste und Zeitungen mit großen Lettern nur voyeuristisch verarbeiten können: Eine Frau schlagen, die das auch noch erfreut, weil es sie erregt.

Das mag auf Leute, deren Pappa schon immer mit Tätos herumgelaufen ist, und dessen Eltern immer mal einen Sklaven zu Hause hatten, nicht so ganz zutreffen. Sehr viele BDSMler kommen hingegen aus dem Hintergrund einer stinknormalen Reihenhaussiedlung.

Auch männliche, auch dominante BDSMler bewegen sich, wenn sie aktiv sind, auf einem hohen Niveau, was die Selbsterfahrung und Persönlichkeitsentwicklung angeht, und vor allem das Eingeständnis, dass man selbst ist, wie man ist.

Das Bedürfnis eines Doms, aufgefangen werden zu wollen, ist dann doch keine postpubertäre Schwächeerscheinung. Ich finde, Männer "mit Eiern" müssen in der Lage sein zu sagen: "Hier ist ein Bedürfnis von mir, oder auch eine Grenze, und ich freue mich über Unterstützung. Ich fühle mich deswegen nicht schlecht. Ich kenne mich eben, und das ist gut so."
26. Juli 2010
@etrangere12

Danke für deinen Beitrag..

Natürlich stehen die "Triebe" niemals über dem Verstand!

Niemals auch nur in geringster Art und Weise die Kontrolle zu verlieren und trotz allem im Geist hell wach zu bleiben ist eben auch eine "Kunst" welche an den geistigen und körperlichen Kräften zehrt...

Krolock
27. Juli 2010

wenn dom das bedürfnis hat, aufgefangen werden zu müssen, ja, dann ist es schön, wenn er eine subbie an seiner seite hat, die ihn auffangen kann und möchte.
tiefes aufeinander einlassen und intensive gefühle miteinander zu teilen braucht gegenseitiges auffangen können.

gruß vom sonnenvogel
27. Juli 2010

Ich bin zwar kein Dom, möchte trotzdem meinen Senf dazu geben...lächel

Als erstes mal mein Kompliment für Dein ET...selten genug, dass Dom sich öffentlich so aktiv beteiligt. *hutab*

Wenn Dom das Bedürfnis hat, wird seine Sub das sicherlich merken, an Blicken, an Gesten, eigentlich an seiner ganzen Art...schon beim Auffangen der Sub ist dies doch möglich. Ich habe bei meinem Dom immer in den Augen gelesen, was mit ihm los ist, habe sein Auffangen genossen und ihn ebenfalls aufgefangen....diese Tiefe, Nähe, Intensität, Hingabe, Leidenschaft, Gier und Liebe lese ich aus Deinen Zeilen heraus...Deine Frau und Sub kann sich wirklich glücklich schätzen, einen solch "guten Dom" an ihrer Seite zu haben.

So einige Doms, nicht nur die DummDomswie oben schon geschrieben, könnten sich bei Dir ne Scheibe abschneiden...schmunzel...

Mich als Sub, und ich denke mal, dass es vielen so geht, wünschen sich so einen Dom, der sich auch auffangen lässt...dann sollte es auch eine lange und tiefgeprägte Liebes/Dom/Dev-Beziehung werden.

Ich danke für Deinen Thread, beweist er mir doch, dass es hoffentlich noch viele "Deiner Art" gibt...

das past....lässt mal ganz sanfte Grüße da....
27. Juli 2010
...

Doch „spiele“ ich mit ihr, dann ist alles anders!
Diese Liebe weicht in den Hintergrund, ist plötzlich „Nebensache“, auch das Vertrauen oder die Geborgenheit usw… alles wie verdrängt in eine „kleine Kammer“.


Ist bei mir nicht so.

Gefühle - egal ob freundschaftlich, verliebt oder Liebe sind da - immer.

Auch wenn ich spiele und sie im Spiel nicht zeige, sie sind immer präsent und niemals nebensächlich.

Würde das passieren, wäre Sub für mich ja nur ein Objekt, eine Sache, ein Ding - nicht ein Mensch den ich auch respektiere.




Heraus kommt ein Tier!
Es ist als könne ich ihre Erregung riechen, wie ein Rüde eine läufige Hündin aus weiter Entfernung riechen kann.
Als würde ich nur noch auf Instinkte reagieren.

....



Dazu gibt es auch aus meiner Feder zwei Texte die (denke ich) hier ganz gut dazu passen und die ich einfach mal einstellen möchte:



Eins

Du kniest vor mir – nackt, gesenktem Hauptes wartest du auf das, was kommen mag.

Wartest auf meine Willkür, auf den Schmerz, den du durch meine Hand erfahren wirst.

Auf die Zärtlichkeit, die du spüren wirst. Auf die Lust, die dich durchströmen wird.

Jedes Mal ist es ein neues Kribbeln, dass dich erzittern lässt bei der ersten Berührung.

Jedes Mal bin ich aufs neue unberechenbar für dich.

Nie weißt du, wie lange ich dich diesmal quälen werde.

Nie weißt du, was ich diesmal für Gemeinheiten für dich vorgesehen habe.

Du vertraust mir.

Du gehorchst mir.

Du lässt dich auf mich ein.

Dein Körper ist mein Spielplatz.

Deine Seele ist mir das Wichtigste.

Dein Körper trägt die Wunden, die ich dir zufüge.

Deine Seele nimmt die Zärtlichkeit auf, die ich dir zuteil werden lasse.

Dein Geruch macht mich rasend.

Dein süßes, warmes Blut versetzt mich in einen Rausch.

Dein Geschmack lässt mich im Innersten erbeben.

Wenn ich meine Zähne in dir vergrabe, werden wir eins.

Wenn meine Krallen sich ihren Halt in dir suchen, gehörst du ganz mir.

Wenn meine Schläge auf dich niederprasseln weißt du, dass du mir lieb bist.

Du weckst das Tier in mir.

Du weckst mich.

Ich lasse dich schweben.

Du machst mich frei.

Du und ich – wir sind eins.






Eins - Teil 2

Jetzt kniest du vor mir – nackt, gesenktem Hauptes wartest du vor dem festlich geschmückten Christbaum auf das, was kommen mag.

Wartest auf meine Willkür, auf den Schmerz, den du durch meine Hand erfahren wirst, heute, am „heiligen Abend“.

Wartest weiter auch auf die Zärtlichkeit, die du spüren wirst. Auf die Lust, die dich durchströmen wird.

Jedes Mal ist es ein neues Kribbeln, dass dich erzittern lässt bei der ersten Berührung.

Jedes Mal bin ich aufs neue unberechenbar für dich.

Nie weißt du, wie lange ich dich diesmal quälen werde.

Nie weißt du, was ich diesmal für Gemeinheiten für dich vorgesehen habe.

Doch du vertraust mir.

Du gehorchst mir.

Du lässt dich auf mich ein.

Heute Nacht mehr denn je zuvor...

Dein Körper ist mein Spielplatz.

Deine Seele ist mir das Wichtigste.

Dein Körper trägt die Wunden, die ich dir zufüge.

Deine Seele nimmt die Zärtlichkeit auf, die ich dir zuteil werden lasse.

4 Kerzen brennen auf dem Adventskranz, 4 Kerzen die nie erlöschen zu scheinen – ebenso wie unsre Liebe nie verlöschen wird.


Draußen liegt Schnee, alles glizert, die Luft ist klar und frisch, doch ich rieche nur dich...

Und dein Geruch macht mich rasend.

Dein Geschmack lässt mich im Innersten erbeben.

Wenn ich meine Zähne in dir vergrabe, werden wir eins.

Wenn meine Krallen sich ihren Halt in dir suchen, gehörst du ganz mir.

Wenn meine Schläge auf dich niederprasseln weißt du, dass ich dich liebe.

Du weckst das Tier in mir.

Du weckst mich.

Ich lasse dich schweben.

Du machst mich frei.

Du und ich – wir sind eins.



Frohe Weihnachten Sklave...





Dann „verwandle“ ich mich wieder zurück und es ist… ganz unterschiedlich… mal, als ob ich einen Marathon gelaufen bin, mal als wenn ich mit Delfinen geschwommen bin, oder auch einfach mal ein wohliges, warmes und befriedigtes Gefühl… Dann kommt das „Auffangen“ der Sub, das Kuscheln, Reden, in die Realität zurückholen, oder auch der „Liebesakt“…

Wer als Dom hat nach diesen „Verwandlungen“ auch manchmal das Bedürfnis „aufgefangen werden zu müssen“??? Oder redet Dom nicht darüber???



Ist bei mir nicht so. Also das mit diesen Unterschieden. Wenn ich eine gute und für mich befriedigende Session hatte, dann bin ich danach ganz ruhig, selig, ich spüre einfach das pure Glück, es geht mir gut.

Ich habe dann das Bedürfnis Sub einfach eine Weile zu spüren, im Arm zu halten, ihn / sie zu riechen, ganz nah bei mir zu haben.


Das wars dann aber auch.


Ich brauche nicht "aufgefangen" zu werden - wozu? Ich hatte ja stets die Zügel in der Hand... Getan was mir gefällt.


Aber da is wohl jeder anders.
27. Juli 2010
Hi

Hier wird sehr gut beschrieben, wie ihr empfindet.
Wir sind eben wahre SMler.
Ich danke den Doms für ihre Empfindungen, die sie bei und nach einer Session haben.
Als Subbi ist es sehr schön, sowas zu lesen.
Beide, Dom wie Sub stehen unter Transe, wenn sie ein Spiel durchleben.
Ich bin fasziniert, wenn hier jemand seine innersten Gedanken preis gibt. Du bist frei von allem, Krolock.
Ihr Beide lebt eine Partnerschaft, die nicht zu übertrumpfen ist.
Ich beneide euch. Ich hatte einmal eine solche Beziehung.
Und ich wurde gezwungen, sie anders zu leben. Es schmerzt bis heute.
Ich kann sie nicht wirklich anders durchleben.

Danke für deine Offenheit.
Du schreibst tief aus dich heraus.
Deine sub wird dich dafür belohnen.
Und wie ich sehe, andere auch.
27. Juli 2010
...

Hat schonmal jemand hier irgendwo angemerkt, das SUB idR die mutigere (hoffentlich nicht gedankenlosere) Akteurin ist, in einem BD DS SM ... "Speile"?


Öhm - hä?

Was hat Mut bitte bei dem ganzen zu suchen?

BDSM ist die Befriedigung der Neigungen zweier (oder mehrerer) Personen miteinander.

Ein geben und nehmen.


Das hat nix mit Mut zu tun.
27. Juli 2010
Terror und Khaos

Wie der Name sagt.
Zu jung und unerfahren.
Dafür wird man mich hier geißeln.
Das Echo kommt bestimmt.
Terrossieren und als Khaotenhasser ehren.
Aber es ist mir egal.
Richtige SMler wissen, warum ich das hier schreibe.
27. Juli 2010
...

Oh ich vergaß...

Wir sind ja Switcher und 7 Jahre aktiv gelebter BDSM sind ja so wenig das wir gar keine SMer sind eigentlich.


Weil es gibt ja nur True SMer / RICHTIGE SMer und alle anderen sind ja eh nicht ernstzunehmen.


Wie konnte ich das nur vergessen.



Und eigene Meinung hat ein BDSMer eh nicht - hach ist mir entfallen.


Mea Culpa!



Khaos


P.s.: Aber jemanden der zu feige ist Gesicht zu zeigen, den soll man ernst nehmen? Lachhaft.
27. Juli 2010
Danke..

Möchte mich mal zwischendurch bei allen für ihre bisherigen Beiträge bedanken!!!

Vor allem, dass es bis hier auch hauptsächlich so sachlich zur Frage geht!!

Nun, ich denke, dass es wohl wirklich den meisten Doms so oder so ähnlich ergeht wie mir, nur manche sagen es anders oder interpretieren es anders…

@TerrorUndKhaos
ihr schreibt folgendes:
Dein Geruch macht mich rasend.

Dein süßes, warmes Blut versetzt mich in einen Rausch.

Dein Geschmack lässt mich im Innersten erbeben.
Dein Geschmack lässt mich im Innersten erbeben.

Wenn ich meine Zähne in dir vergrabe, werden wir eins.

Wenn meine Krallen sich ihren Halt in dir suchen, gehörst du ganz mir.

Ich glaube es ist fast dasselbe! Man (Frau) nimmt plötzlich Dinge wahr, welche man im „normalen Leben“ sonst nicht so wahrnehmen würde und erst recht nicht in einer solchen Intensität.

Und das ist doch auch gut so, denn sonst wäre ja die Gefahr, dass etwas passiert, was man nicht möchte, oder was Sub überfordert viel zu groß! Je intensiver Dom die auch nur kleinste Reaktion von Sub erkennt, riecht, fühlt oder „wittert“, desto intensiver und inniger das Spiel ohne Gefahr!

Aber ich muss auch sagen, dass es im Nachhinein trotz aller schönen Gefühle, doch auch oft sehr, sehr „anstrengend“ ist! Und weil immer nur davon geschrieben wird, dass Dom seine Sub auffangen muss, möchte ich eben auch mal die Lanze für uns Doms „brechen“ und sagen, dass sollte in beide Richtungen passieren..

Weiter so, vor allem ihr Doms!!
Steht dazu, dass es alles andere ist, als mal so eben Dom zu sein… sondern eben auch bei Dom an die geistige und körperliche „Substanz“ gehen kann.

Krolock

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